China

17.04. - 27.04.2018

Reiseverantwortliche und -begleitung: Angela Langbein

Reisebericht Angela Langbein

Volksbank eG Gera • Jena • Rudolstadt

Am 17. April 2018 bin ich mit 31 Kunden der Volksbank eG vom Rennsteig durchs Saaletal über Gera zum Flughafen München gestartet und umnach China zu fliegen. Nach dem Nachtflug sind wir am Morgen in Peking gelandet.
In Peking erwarteten uns sommerliche Temperaturen und eine erste Erkundungstour durch die Stadt. Wir haben den Sommerpalast am Kunming See besucht und sind durch eine kunstvoll gestaltete, weitläufige Parkanlage mit einer Vielzahl von Pagoden, Tempeln, Toren und dem beeindruckenden Mamorschiff gewandert. Dabei konnten wir alle erdenklichen Blumen, Sträucher und Bäume in voller Blüte erleben.
Am nächsten Tag sind wir über einen der größten Plätze der Welt, über den Platz des himmlischen Friedens, gelaufen. Auf diesem Platz haben eine Millionen Menschen Platz.
Danach haben wir die verbotene Stadt besichtigt. Der Kaiserpalast gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern Chinas und ist mit seinen mehr als 9.000 Räumen das größte und am besten erhaltene Meisterwerk klassischer chinesischer Architektur. Der Himmelstempel, das Wahrzeichen Pekings, hat uns mit seinen prächtigen, mit blauem Glas verzierten, Glasurziegeln begeistert. Eine entspannende Fußreflexmassage hat allen Reiseteilnehmern nach dem intensiven Tagesprogramm sehr gut getan. Den Tag haben wir mit einem leckeren Abendessen - der berühmten Pekingente - in einem typischen chinesischen Restaurant genossen.
Ein Muss für alle Chinabesucher war die große Mauer, ein Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert. Die chinesiche Mauer erstreckt sich durch eine imposante Hügellandschaft mit einer Länge von ca. 6.300 km. Alle Reiseteilnehmer haben die Mauer betreten, sind nach oben gewandert und haben die "Qualen" der unterschiedlichen Höhenstufen auf sich genommen, um den gigantischen Ausblick zu genießen. Die kaiserlichen Ming-Gräber, in denen 13 der 16 Kaiser der Ming-Dynastie, sowie deren Frauen und Nebenfrauen, in den pompösen Grabanlagen beigesetzt wurden, haben wir über eine Geisterstraße begangen.
Überlebensgroße Tier-und Menschenfiguren beschützen die Grabstätten. Am nächsten Tag sind wir in die Provinz Guilin geflogen. Die Stadt Guilin ist umgeben von Karstfelsen und am Ufer des Flusses Li gelegen. Bei einer Orientierungsfahrt durch die grüne und blühende Stadt, die auf Grund der malerischen Lage Weltruf erlangt, konnten wir den Fubo Berg im Stadtpark besteigen und den wundervollen Ausblick auf die Stadt genießen. Am nächsten Tag sind wir mit dem Schiff auf dem Li Fluss gefahren. Die Gegend entlang des Li Flusses mit ihren Karstkegelbergen gilt als größte landschaftliche Attraktion Chinas. Vom Wasser aus konnten wir das einzigartige Panorama der ungewöhnlichen Bergformen, die sehr an die Halong Bucht in Vietnam erinnern, bestaunen. In Yangshou konnten wir über einen typischen chinesischen Markt bummeln und so manches Souvenir erhandeln und leckeres Obst, seltene Früchte kosten. Eine Radfahrt durch typische Provinzdörfer, entlang des Li Flusses, den Reisbauern bei der Arbeit zusehen und das Handwerk am Rande der Straße bewundern, das alles rundete diesen Tag ab. Die kleine Ortschaft Longsheng, die durch ihre beeindruckenden  Terrassenfelder bekannt ist, war ein weiteres Ziel. Wir bestaunten Reisfelder, soweit das Auge reicht. Die Reisfelder wurden zum Teil bereits vor 700 Jahren in den Hängen zwischen 300 und 1.100 Höhenmeter angelegt. Der Aufstieg war beeindruckend, anstrengend, aber einzigartig und der Ausblick hat für alle Anstrengungen entschädigt. Wer nicht gut zu Fuß war, konnte sich mit einer Sänfte zum höchsten Punkt tragen lassen. Neben der beeindruckenden Bauweise der Reisfelder ist die Region auch bekannt für die vielen Minderheiten, die einst zur Flucht in die Berge gezwungen waren und friedlich beieinander leben. Die Holzhäuser im typischen Zhuang-und Yao- Stil haben uns in ihren Bann gezogen.
Von Guilin sind wir nach Shanghai geflogen - zurück in das chinesische Großstadtleben. Wir haben einen Spaziergang über den Bund, der Uferpromenade am Huangpu Fluss gemacht und den tollen Ausblick auf die weltberühmte Skyline Shanghais mit dem Fernsehturm, World Financial Center ( Flaschenöffner ) und den Jinmao Tower unternommen und die Auslagen in den Einkaufsstraßen bestaunt.
Am nächsten Morgen sind wir zu der am Kaiserkanal gelegenen Stadt Suzhou, die Stadt der Gärten und Kanäle, gefahren. Das Gestaltungsprinzip chinesicher Gärten - die Illusion des Universums auf kleinem Raum - spiegelt sich in den 150 Gärten wider. Wir waren fasziniert von der Bauweise;  Wasser zwischen bizarren, felsigen Ufern, verbunden durch Kanäle und Zickzackbrücken und verschlungenen Pfaden. Der Garten des Meisters der Netze und eine unglaublich beeindruckende Bootsfahrt in einem der alten Holzboote durch die Kanäle der Stadt, auch als "Venedig des Ostens" bekannt, haben auch diesen Tag als unvergesslich in unsere Erinnerung gebrannt. Der Besuch einer Seidenspinnerei hat besonders die Frauenherzen höher schlagen lassen. Seidenschals- und Tücher in wundervollen Farben, aber auch Seidendecken und Kissen haben zum Kaufen verführt. Eine Abendfahrt auf den Huangpu Fluss war ein weiterer unvergesslicher Höhepunkt in Shanghai. Die Skyline der Stadt in atemberaubenden Farben, Figuren und Farbspielen zu erleben hat alle Reiseteilnehmer sehr gerührt. Der Anblick hat sich als "unvergesslich" in unsere Herzen gebrannt.
Der letzte Tag gehörte der Altstadt Shanghais und der Besuch des Yu Gartens. Der Garten ist im klassischen südchinesichen Stil als Privatgarten angelegt und stammt aus dem Jahre 1559. Hier konnten wir die Seele baumeln lassen und bei einem Tee die Schönheiten des Gartens genießen. Der Jadebuddhatempel, in dem sich zwei Buddha-Statuen aus weißer Jade befinden, hat uns alle sehr beeindruckt.
Der Besuch des Künstlerviertels Tian Zi Fang mit seinen Kolonial -und Art deco Bauten, seinen zahlreichen Cafes, Bars, Kunstgalerien haben zum Verweilen eingeladen und die letzten Souvenirs wurden gekauft und der letzte Yuan ausgegeben.
Während unserer Rundreise haben wir eine Akrobatikshow besucht, die unseren Atem zu stocken brachte. 1,5 Stunden pures Adrenalin waren angesagt.
Der Abschied von Shanghai war mit der Fahrt der Magnetschwebebahn zum Flughafen, für eine 30 km lange Strecke in nur 7 Minuten Fahrzeit bei einer Geschwindigkeit von 301 km/h, zu einem weiteren unvergesslichen Höhepunkt geworden.

Wir haben auf dieser Chinareise Landschaften, Völker, aber auch jahrtausendealte Kulturen bestaunt, uns das leckere und vielseitige Essen, immer und ohne Probleme schmecken lassen. Wir wurden durch 3 sehr gute Reiseleiter betreut, konnten viele tolle Eindrücke sammeln, unvergesslich schöne Momente in uns aufnehmen und sind alle wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen. Für mich als Bankbetreuerin ein wichtiger Aspekt bei jeder Bankreise und für unsere Reiseteilnehmer und Kunden ein unvergessliches Erlebnis.

Stand: 16. Mai 2018