Italien - Apulien

22.09. - 29.09.2018

Reiseverantwortliche und -begleitung: Angela Langbein

Reisebericht Angela Langbein

Der Absatz des italienischen Stiefels war in diesem Jahr unser Mittelmeerreiseziel.

Mit 38 Kunden sind wir am 22.09.2018 ab München nach Bari geflogen. Die Reise wurde unter dem Motto " Kunst, Kultur und Genuss " angeboten und in kurzer Zeit ausgebucht. Ich hätte noch 6 Plätze mehr verkaufen können, war aus Kapazitätsgründen in der Masseria (Fasano) nicht möglich. Unsere Reise führte uns in den 7 Tagen durch die schönsten Orte Apuliens.

Gestartet haben wir mit dem bezaubernden Städtchen Trani. Hier haben wir die Altstadt, die am tiefblauen adriatischen Meer liegt, mit der normannischen Kathedrale und Domkirche besichtigt. Der Bummel durch die Altstadt, bei 31 °C, azurblauem Himmel und malerischen Gassen und kleinen Plätzen haben uns in Apulien ankommen lassen. Der Besuch des berühmtesten Stauferbau Italien, das Castell del Monte, auch die Krone Apuliens genannt, hat uns alle verzaubert. Friedrich der II. ließ diese majästetische Burganlage mit achteckigem Grundriss und acht Türmen als Jagdschloss erbauen.

Der Besuch der größten Karsthöhle Italiens - die Grotte von Castellana - war ein weiterer Höhepunkt unserer Bankreise. Alberobello, malerisch im Landesinneren gelegen, welche für seine weißen Trullisiedlung bekannt ist, konnten wir bestaunen. Das historische Zentrum von Alberobello ist von der UNESCO seit 1996 aufgrund seiner Vielzahl an Trullihäusern geschützt. Landschaftsprägend für Apulien sind die zahlreichen und bis zu 4000 Jahre alten Olivenbäume. In einer Olivenpresse erfuhren wir vieles über den Anbau, Ernte, die verschiedenen Qualitäten dieser wichtigen Frucht. Die Geschmacksvariabiliät des Olivenöles konnten wir bei einer Verkostung genießen.

In Ostuni " der weißen Stadt " haben wir das Labyrinth aus engen Gassen erkundet.

Ein Ausflug in die Barockstadt Lecce ist für Apulienbesucher ein Muss, also auch für uns. Zwischen 1550 und 1750 erlebte Lecce seine Blütezeit durch die Barockarchitektur. Bei einem Spaziergang durch die Stadt haben wir u.a. die Kathedrale San Oronzo, den Palazzo del Governo und die beeindruckende Kirche Santa Croce besichtigt. Wir haben einen botanischen Garten besucht, der uns die mediterane Pflanzenwelt, aber auch einen Kakteengarten und einen Duftgarten vorstellte.

Einen Nachmittag haben wir an der Küste in Otranto, welches in der Antike von Kolonisatoren aus Griechenland gegründet wurde, verbracht. Die Altstadt liegt an einer Sandbucht, auf einen kleinem Kap über einem Fischerhafen. Höhepunkt war der Besuch der normannischen Kathedrale mit ihren gewaltigen und sehr gut erhaltenen Mosaikfußböden.

Martina Franka - eine Stadt mit Barock - und Rokokobauten des 18. Jh, ist ein weiteres Juwel Apuliens. Wir erfreuten uns an den prunkvollen Bauten und besuchten einen typischen Wochenmarkt. Weiter führte uns unsere Erkundungstour durch das Land nach Tarent, auch " Stadt der zwei Meere " genannt. Hier haben wir den Dom und die malerische Altstadt besichtigt. Der Besuch des archäologischen Museums von Tarent ermöglichte uns einen großartigen Einblick in die Geschichte und Kultur der Griechen der " Magna Graecia ".

Bari, der Hauptort Apuliens, der schon in der Antike durch die Lage an der Via Appia Traiana von Bedeutung war, hatte uns beeindruckt. Wir besichtigten die romanische Basilika San Nicola. In der Krypta befinden sich die im Jahre 1087 von Myra nach Bari überführten Gebeine des Heiligen Nikolaus. In der Altstadt konnten wir Frauen zusehen, welche die traditionellen Nudeln Apuliens, die Orechiette herstellten. In einer traditionellen Bäckerei konnten wir eine Spezialität Apuliens verkosten - die Panzerotti - in Fett ausgebackenen Pizzataschen und ein Gläschen Wein. Polignano, eine auf steil abfallenden Felsvorsprüngen gelegene Stadt, war ein weiteres Ziel unserer Reise. Die Stadt ist vom Fremdenverkehr geprägt. In einer traditionellen Gelateria konnten wir leckeres Eis schlecken. Polignano ist für das beste Eis der Region bekannt. Bevor unsere Bankreise zu Ende ging, haben wir Matera (in der Provinz Basilikata), die durch ihre tiefen Schluchten und Grotten bekannt ist und in einem Hügelland eingebettet ist, besichtigt. Ungewöhnlichstes Zeugnis dieser Grottenkultur bilden die Sassi von Matera, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklariert wurde.

Die Tuffgrotten waren von frühgeschichtlicher Zeit bis nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnt. Dieser Besuch hat uns alle sehr beeindruckt, da wir Einblicke bekommen haben, wie menschenunwürdig die Bewohner " gehaust " haben. Wir haben die Felsenkirche Santa Maria de Idris besichtigt.

Der Abschluss unserer Bankreise war der Besuch der " Löwin Apuliens " der Stadt Altamura. Die kleine bezaubernde Innenstadt mit einer Kathedrale der Stauferzeit hat uns in ihren Bann gezogen. Altamura ist aber vor allem durch das handwerklich hergestellte Altamura - Brot bekannt. Dieses Brot haben wir natürlich probiert. Natürlich war diese Reise auch mit Weinverkostungen verbunden. Wir haben einen Grillabend bei einem landestypischen Metzger erlebt und viele Leckereien Apuliens verkostet und genossen.

Apulien, darin ist sich die Bankreisegruppe einig, ist ein wahrer Geheimtipp und immer eine Reise wert. Unsere Rückreise haben wir am 29.09.2018 mit etwas Wehmut angetreten.

Stand: 18. Oktober 2018