Schottland - Reisebericht

Reisetermin: 03.10. - 10.10.2019

Reiseverantwortliche und -begleitung: Rainer Vogel

Welt der Highlands und des rauchigen Whiskys

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Nach einem ruhigen Flug von Frankfurt nach Edinburgh wurden wir von unserer Reiseleiterin am Flughafen begrüßt. Mit dem Bus, der uns die ganze Woche zur Verfügung stand, ging es dann Richtung Dundee zu unserem Hotel. Da wir zur Mittagszeit ankamen, war auf dem Weg nach Dundee noch ausreichend Zeit, einen Zwischenstopp in St.Andrews einzulegen.

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St. Andrews - Die kleine Stadt mit ca. 17.000 Einwohnern ist gleich aus mehreren Gründen sehr bekannt und sehenswert:
Die Universität ist die älteste Schottlands und gilt als eine von drei Eliteuniversitäten in Großbritannien. Auch Prinz William erwarb hier 2005 seinen Abschluss. Der "Old Course" ist wohl der bekannteste Golfplatz der Welt, da er der älteste noch existierende Platz auf der Welt ist. Die St. Andrews Cathedral war das größte Kirchengebäude Schottlands, bevor sie im 16. Jahrhundert nach der Reformation dem Verfall überlassen wurde.

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Tag 2: Erster Höhepunkt des Tages war die Besichtigung des Glamis Castle, das als eines der edelsten Schlösser in Schottland gilt. Bei der Führung durch das Schloss lernten wir viel über die Geschichte des englischen Königshauses, denn Elizabeth Bowes-Lyon, besser bekannt als "Queen Mum", verbrachte hier ihre Kindheit und Prinzessin Margaret, die Schwester der amtierenden Königin Elizabeth II. wurde in Glamis Castle geboren.
Weiter ging es Richtung Norden zum Dunnotar Castle, bei dem ein kurzer Fotostopp eingelegt wurde, bevor wir schließlich nach Aberdeen kamen.

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Aberdeen - Im Nordosten gelegen, ist eine bedeutende Stadt für die schottische Ölindustrie, da sie als Hauptversorgungszentrum für die Offshore-Plattformen in der Nordsee fungiert.
Die Stadt ist fast vollständig aus silbergrauem Granit gebaut, der bei Sonnenschein zu glitzern beginnt, weshalb die Stadt auch "Silver City" genannt wird. Mit ca. 230.000 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt Schottlands. Wir genossen einen Stadtbummel durch die Union Street und bewunderten bei Sonnenschein die glitzernden Mauern der Häuser. Abends kamen wir schließlich zu unserem nächsten Hotel, dem Duke of Gordon in Kingussie, in dem wir für die nächsten 3 Tage untergebracht waren.

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Tag 3: Nach dem Frühstück ging es zunächst Richtung Inverness. Auf dem Weg legten wir einen Zwischenstopp am Culloden Battle Field ein. Die Gedenkstätte erinnert an ein Blutbad am 16. April 1746, das das Ende der schottischen Highland Clans durch die Artillerie der englischen Armee besiegelte. Eine große Zahl an Gedenksteinen für jeden Clan, die in der Schlacht ums Leben kamen, markieren die Gräber der Gefallenen.
Inverness - Die Hauptstadt der Highlands. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Ness, der durch den bekannten See Loch Ness gespeist wird. Hier hatten wir Zeit für einen kleinen Stadtbummel mit Blick auf das Burgschloss. Auch ein Blick in die Inverness Cathedral war lohnenswert.

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Unser eigentliches Ziel an diesem Tag war allerdings der berühmte See Loch Ness, an dem die Burgruine Urquhart Castle steht, die ebenfalls auf unserer Sightseeing Liste stand. Die Burg zählte in ihrer Blütezeit zu den größten in Schottland. Dementsprechend weitläufig ist das Gelände, das es zu erkunden galt. Loch Ness ist mit ca. 37 km Länge und nur 1,5 km Breite nicht der größte See Schottlands, aber mit einer Wassertiefe von bis zu 230 Metern beherbergt er das wohl bekannteste Seeungeheuer der Welt: Nessie. Trotz intensiver Ausschau konnten wir das Monster allerdings nicht entdecken. Der See hat auch im Sommer nur eine maximale Wassertemperatur von 7 Grad, was einen unserer Mitreisenden trotzdem nicht davon abhielt, eine Runde zu schwimmen zu gehen.
Auf dem Rückweg zum Hotel wurde noch ein kurzer Fotostopp in Carrbridge an der Packhorse Bridge eingelegt. Die Brücke ist die älteste Steinbrücke der Highlands, wurde allerdings 1829 durch ein Hochwasser erheblich beschädigt  und wurde seither in ihrem Zustand belassen.
Nach der Rückkehr ins Hotel und dem (übrigens sehr guten schottischen) Abendessen, wurde von einem Teil der Reisegruppe ein weiterer wichtiger Punkt eines Schottlandurlaubs erledigt: Der Besuch eines Pubs. Denn neben dem berühmten schottischen Single Malt Whisky der insgesamt über 120 Destillerien wird in Schottland auch ein hervorragendes Bier gebraut.

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Tag 4: Erster Anlaufpunkt dieses Tages war die Glen Grant Destillerie mit einer Führung durch die Brennerei und anschließendem Whisky-Tasting. Danach ging die Fahrt weiter nach Elgin zur Besichtigung der ehemals zweitgrößten Kathedrale Schottlands. Auch diese verlor durch die Reformation im 16. Jahrhundert an Bedeutung und wurde Ihrem Verfall überlassen. Im Jahr 1711 stürzte der höchste Turm in sich zusammen und zerstörte das Kirchenschiff nahezu vollständig.

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Auf dem Weg zum nächsten Tageshöhepunkt, Cawdor Castle, hielten wir für einen Fotostopp am Sueno's Stone. Der mit Gravuren von Kriegsszenen überzogene 7 Meter hohe Stein stammt aus der Piktenzeit und ist somit vermutlich über 1.000 Jahre alt. Zum Schutz vor Vandalismus und Wetter steht der Stein in einem Panzerglasgehäuse.

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Cawdor Castle - Die sehr gut erhaltene Burg aus dem 15. Jahrhundert ist nicht nur im Inneren sehenswert. Drei unterschiedlich gestaltete Gärten, unter anderem mit einem Irrgarten aus Stechpalmen, faszinierten uns.

Tag 5: Auf der Fahrt Richtung Süden durch den Cairngorms Nationalpark wurde zunächst ein Fotostopp beim Qeens View eingelegt, von wo aus man einen herrlichen Blick auf Loch Tummel hatte. Anschließend fuhren wir in das Städtchen Pitlochry und besuchten dort Heathergems, einen Hersteller von Schmuck aus Heidekraut. Die offene Werkstatt erlaubte einen Blick in die Technik der Herstellung unterschiedlichster Schmuckstücke. Im Shop konnte dann man ein Souvenir aus Heidekraut als Erinnerung erwerben. Das anschließende Mittagesen bei McKays war ebenso typisch Schottisch: Fish & Chips

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Am Nachmittag ging es nach Stirling, wo ein weiteres Castle zur Besichtigung auf dem Plan stand. Das Schloss liegt auf einem steil aufragenden Vulkanhügel und spielte in der Geschichte Schottlands eine wichtige Rolle. Ab etwa 1100 bis 1685 war es die Hauptresidenz der schottischen Könige.
Am Abend bezogen wir dann unser letztes Quartier in Schottland, das Double Tree by Hilton in Glasgow. Von hier aus starteten wir am nächsten Morgen nach Edinburgh.

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Tag 6: In Edinburgh angekommen, bestiegen wir zunächst den besten Aussichtspunkt mit Panoramablick über Edinburgh: Calton Hill. Die fantastische Aussicht über die Stadt begeisterte uns, bevor wir zum eigentlich Ziel weiter fuhren:
Edinburgh Castle ist in ihrem größeren Umfang im 11. Jahrhundert erbaut worden. Die ersten Befestigungsanlagen stammen aber wohl schon aus dem 6. Jahrhundert. Die Burg ist ein Touristenmagnet und so war, obwohl bereits Anfang Oktober, der Andrang in der Burg um die berühmten schottischen Kronjuwelen zu sehen, recht groß. Pünktlich um 13:00 Uhr erlebten wird wir dann die Zeremonie der "One o'clock gun", eine Kanone, die seit 1861 jeden Tag, außer Sonntags und an Weihnachten, abgefeuert wird, damit die Bürger von Edinburgh und die Seeleute auf den Schiffen im Hafen ihre Uhren nach ihr richtig stellen konnten. Anschließend konnte die Freizeit dazu genutzt werden, die Innenstadt von Edinburgh zu erkunden, bevor es am späten Nachmittag wieder zurück in unser Hotel nach Glasgow ging.

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Tag 7: Um 600 nach Christus errichtete der Heilige Mungo an dem kleinen Fluss Molindar eine Kapelle. Nach seinem Tod bauten die Schotten eine Kathedrale über seinem Grab, St. Mungo's Cathedral und um Sie herum entstand die Stadt Glasgow. Die Kathedrale ist eine der wenigen in Schottland, die über die Jahrhunderte erhalten blieb. Nach der Besichtigung ging es zu Fuß über eine kleine Brücke nach Glasgow Necropolis, dem großen Friedhof der Stadt von dem aus ein schöner Rundumblick über die Stadt möglich war. In der Innenstadt warteten weitere Sehenswürdigkeiten auf uns. So lohnte sich der Besuch des Rathauses und in der anschließenden Freizeit konnten wir in der Buchanan Street ein paar Souvenirs für die Daheimgebliebenen erwerben.
Am Nachmittag folgte ein Besuch des Riverside Museum of Transport and Travel, in dem rund um das Thema Reisen und Transport zum Beispiel Lokomotiven, Straßenbahnen, Autos und Kutschen aus vielen Jahrzehnten bestaunt werden konnten.

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Tag 8: Nach dem Frühstück wartete bereits unser Bus für den Transfer an den Flughafen von Edinburgh. Nach einem ruhigen Flug landeten wir nach etwas über einer Stunde wieder in Frankfurt, wo auch schon unser Bus für die Rückfahrt nach Rudolstadt auf dem Busparkplatz wartete.

Stand: Dezember 2019