5. Eb-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei

Den 5. Kunstpreis erhält Markus Hoffmann aus Berlin.

2016: Markus Hoffman, Berlin

Der Preisträger Markus Hoffmann aus Berlin hat sich mit seinem Bild »Warten auf Ankunft« mit einem äußerst aktuellen gesellschaftlichen Thema auseinandergesetzt. Mit der Arbeit fokussiert er sich auf die Fähigkeiten und Grenzen des Betrachters, sich in Beziehung zu seiner Umgebung zu bringen. Sein Bild besticht durch eine klare Komposition und disziplinierte Strichführung. Allein die hoffnungsfroh stimmenden Farben haben das Recht, sie zu durchbrechen. Somit wird die etwas beklemmende Tiefe des Raumes durch die Farbigkeit in Richtung eines positiven Abschlusses der gewählten thematischen Situation erweitert.

 

Markus Hoffmann
Markus Hoffmann mit seinem Bild »Warten auf Ankunft«

Markus Hoffmann aus Berlin

Markus Hoffmann wurde 1982 in Passau geboren. Er studierte Malerei und Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee unter anderem bei den Professoren Werner Liebmann und Antje Majewski. Sein Studium beendete er 2014 als Meisterschüler bei Prof. Olafur Eliasson an der Universität der Künste in Berlin. Zahlreiche Stipendien und Preise unterstützten seine bisherige künstlerische Entwicklung. Sehr aktiv beteiligte er sich auch an Ausstellungen im In- und Ausland. So waren seine Arbeiten zum Beispiel seit 2011 in Tokio (Japan), Addis Abeba (Äthiopien), St. Petersburg (Russland), Guangzhou (China), Moskau (Russland), Leipzig, New York (USA), Luxemburg, Beijing (China), Istanbul (Türkei) und natürlich wiederholt in Berlin zu sehen.

2014: André Schulze, Dresden
Eb-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei
André Schulze mit seinem Bild »Strohfeuer«

André Schulze, Jahrgang 1982, studierte von 2006 bis 2011 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildenden Künste Dresden. Danach folgte bis 2013 ein Meisterschülerstudium bei Prof. Christian Macketanz an der gleichen Hochschule. Er ist Mitglied im Künstlerbund Dresden, erhielt 2012 das Josef-Hegenbarth-Stipendium und 2013 ein Arbeitsstipendium der Landeshauptstadt Dresden. Seit 2013 ist er freischaffend in Dresden tätig.

Sein Bild »Strohfeuer« überzeugt durch gelungene Komposition, Farbigkeit und eine detailgetreue Malweise. Es lässt viele Interpre-tationsmöglichkeiten zu, die es dem Betrachter gestatten, es in vielfältigster Weise auszudeuten und so eigene weiterführende Bildideen zu finden.

2012: Timea Ciora, Gleb Bas und Anna Kolod
Eb-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei
Anna Kolod, Gleb Bas und Timea Ciora (von links) vor ihren jeweiligen Kunstwerken

Timea Ciora, Jahrgang 1985, absolvierte ihr Studium an der Fakultät für Kunst und Design der West-Universität von Timisoara, das sie 2010 mit dem Titel »Master of Arts« abschloss. Sie beteiligte sich unter anderem an Ausstellungen in Hamburg, Ostrow, Timisoara, Neapel und Bukarest. Die von ihr eingereichte kleinformatige Arbeit besticht durch ihre poetisch-märchenhafte Ausdrucksweise, die detailgetreu und mit sicherem illustrativem Strich ausgeführte Bildsprache, die eine hohe Vorstellungskraft der Künstlerin erkennen lässt.

Gleb Bas, Jahrgang 1980, studierte an der Kunstakademie Münster, wo er auch Meisterschüler bei Professor Kuhna war. Auslandsstipendien führten ihn zwischen 2004 und 2006 nach Jerusalem und Rom. Er beteiligte sich unter anderem an Ausstellungen in Essen, Münster, Palma de Mallorca, Düsseldorf, Berlin, München, Leipzig und Karlsruhe. In seiner Arbeit nutzt er die Malerei als Medium, um unterschiedliche narrative Motive in einem Bildraum zusammenzuführen. Im Gegensatz zu anderen Kunstformen, wie zum Beispiel der Musik oder der Literatur, ist die besondere Eigenschaft des gemalten Bildes das Fehlen des chronologischen Zeitelements.

Anna Kolod, Jahrgang 1980, studierte von 1999 bis 2004 zunächst Freie Kunst an der Kunstakademie in Breslau und dann von 2004 bis 2008 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Hier ist sie seit 2008 auch Meisterschülerin von Prof. Armleder. Anna Kolod hat sich unter anderem an Ausstellungen in Warschau, Stettin, Breslau, Braunschweig, Wolfsburg, Hannover, Weimar und Berlin beteiligt. Ihr eingereichtes Werk besticht durch die skizzenhafte Abstraktion des Bildmotivs, eine klare Komposition, die in Verbindung mit dem behutsam gewählten Farbauftrag die Bildidee deutlich macht.

2010: Lukas Schmenger, Düsseldorf
Eb-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei
Lukas Schmenger

Es war spannend bis zum Schluss. Von den 49 nominierten Künstlern aus ganz Deutschland und aus Geras rumänischer Partnerstadt Timisoara waren viele zur Preisverleihung angereist. Das Rennen um den mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis hat letztendlich Lukas Schmenger aus Düsseldorf für sich entschieden.

Die Jury war sich einig, dass das relativ kleinformatige Bild (20x26 cm) aus dem Jahre 2009 „Selbstportrait“ Öl auf Holz zum Preisträger gekürt wird. Der 1981 geborene Filderstädter hat bei Prof. Thomas Grünfeld an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. „Dies ist mein erster Kunstpreis, den ich erhalte“, freut sich Lukas Schmenger während der Preisübergabe.

2008: Yvette Kießling
Eb-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei
Yvette Kießling mit ihren Bild „Licht, Gelände“

Zur Ausstellungseröffnung am 6. November 2008 wurde der 1. Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis für Malerei an die 30-jährige Leipziger Künstlerin Yvette Kießling für das Kunstwerk „Licht, Gelände“ (Öl auf Hartfaser, 2008) übergeben.

Yvette Kießling studierte Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Arno Rink. Das Studium schloss sie 2003 mit »sehr gut« ab. Anschließend absolvierte sie von 2004 bis 2007 ein Meisterschüler-Studium an der gleichen Hochschule, ebenfalls bei Prof. Arno Rink. Sie konnte sich bereits in Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in Leipzig, Frankfurt am Main, Köln, Berlin, Dresden und Wittenhagen präsentieren.