Volksbank-Benefiz-Hallenfußball-Turnier

Turnier für wohltätige Zwecke

Das von der Volksbank eG Gera•Jena•Rudolstadt seit 1997 jährlich in Rudolstadt in der Dreifeldersporthalle durchgeführte "Fußball-Benefizturnier um den Wanderpokal der Volksbank eG" hat mittlerweile einen hohen Stellenwert im Sportkalender.

Denn das besondere an diesem Turnier ist, dass jede teilnehmende Mannschaft einen Geldpreis erspielt. Bei der Siegerehrung muss der Geldpreis, der je nach Platzierung unterschiedlich ist, als Spende einer vorher zugelosten "Pateneinrichtung" überreicht werden. Insgesamt stellt die Volksbank rund 3.000 Euro als Preisgelder zur Verfügung. Die "Pateneinrichtungen" kommen aus dem sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich.

Folgende Mannschaften haben bisher an unseren Turnieren teilgenommen:

  • Finanzamt Pößneck
  • Thüringer Landesrechnungshof
  • Stadtverwaltung Rudolstadt
  • Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt
  • Stadtverwaltung Bad Blankenburg
  • Ärzteteam Thüringenklinik
  • Polizeiinspektion - Zentrale Dienste - Saalfeld-Rudolstadt
  • SV Siemens
  • Thüringer Pfarrer-Fußballmannschaft "Schwarz-Weiß-Beffchen"
  • Volksbank eG Gera•Jena•Rudolstadt
  • Energieversorung Rudolstadt
  • Stadtverwaltung Saalfeld
  • Technisches Hilfswerk Rudolstadt/Saalfeld
  • Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung (ZWA)

In den 21 Jahren sind bislang 94 Vereine in den Genuss der Gelder gekommen. Erstmals hoffen 2018 der Freibadverein Gräfenthal e.V. und die Bergwacht Neuhaus darauf, dass ihre Fußballmannschaften, der ZWA Saalfeld-Rudolstadt bzw. die Landespolizeiinspektion Saalfeld, beim Hallenturnier möglichst gut abschneiden.

22. Benefizturnier der Volksbank eG

Polizisten holen sich zum vierten Mal den Pott

Die Landespolizeiinspektion Saalfeld holte sich in der 22-jährigen Geschichte der Benefizturnier der Volksbank eG Gera • Jena • Rudolstadt nach 2009, 2011 und 2016 zum vierten Mal den Pott und damit das höchste Preisgeld, das der Veranstalter ausgelobt hatte.

Die Sieger der Landespolizeiinspektion Saalfeld

Schon in der Vorrunde war klar, dass die Ordnungshüter um Alexander Ott, der am Ende als „Bester Spieler“ ausgezeichnet wurde, bei der Vergabe des 1. Platzes wohl ein gewichtiges Wort mitsprechen würden. Denn die Mannschaft, die von Jürgen Graf aufgestellt wurde, sicherte sich der Gruppe B mit vier Siegen und ohne Gegentor den Platz im Halbfinale. Auch hier spielte sie ihre Überlegenheit und bezwang das THW mit 2:0. Damit stand man im Endspiel, das ebenso deutlich, diesmal mit 4:0, gegen das Landratsamt gewonnen wurde. „Die Truppe hat sowohl defensiv als auch in der Offensive sehr gut gearbeitet und eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten“ freute sich Graf nicht über den Turniererfolg, sondern auch über die Art und Weise, wie er erreicht wurde. Große Freude gab es auch bei der Bergwacht Neuhaus, für die die Polizei spielte. Sie erhielt dadurch immerhin 500 Euro.

Die weiteren Platzierungen

Platz 2 ging an das Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt. Die Männer um Christopher Bratke, Heiko Perthun und Long Hongduc, die mit jeweils drei Treffern die meisten Tore für ihre Mannschaft erzielten, sicherte sich dank des etwas besseren Torverhältnisses gegenüber dem Ärzteteam das Ticket für die Runde der besten vier Mannschaften. Nach einem 2:1 über die Volksbank in einem umkämpften und streckenweise emotional geführten Spiel erreichte die Landkreisregierung dann das Finale. Dass man nicht gewann, ärgerte Spielführer Heiko Bauer gar nicht. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Abschneiden“, sagt er. Über 400 Euro freute sich auch die Saalfelder Tafel.

Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt

Platz 3 ging an die Volksbank eG Gera • Jena • Rudolstadt und damit 350 Euro an die Naturschutzjugend Thüringen e. V. Dass er seinen Vorjahrestriumph nicht wiederholen konnte, war für den Gastgeber kein Thema. Schließlich hatten die Banker eine sehr gute Vorrunde mit vier Siegen und einem souveränen 1. Platz gespielt. Im Halbfinale unterlag man dem Landratsamt knapp, hielt sich dann aber mit einem 6:0 über das THW im „kleinen Finale“ schadlos. Zudem wurde Jan Bergt als „Bester Torschütze (6 Treffer) geehrt.

Volksbank eG Gera Jena Rudolstadt

Vierter wurde das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Rudolstadt/Saalfeld. Dieses Team musste so wie die Stadtverwaltung Bad Blankenburg in Ermangelung geeigneter männlicher Mitarbeiter auf Gastspieler zurückgreifen. Die wurden von Gerhard Wenig, dem ehemaligen DDR-Liga-Spieler bei Chemie Schwarza und langjährigen Leistungsträger bei Einheit Rudolstadt, gecoacht. Mit einem Sieg und zwei Remis schaffte das THW das Halbfinale. Auch hier musste das Torverhältnis zur Ermittlung des Vorrundenplatzes 2 herangezogen werden. Thomas Werner war beim Technischen Hilfswerk mit drei erfolgreichen Versuchen der beste Schütze. Mannschaftskapitän Jens Dathe überreichte den überdimensionalen Scheck mit einer Summe von 300 Euro an den eigenen Förderverein und an dessen Vorsitzenden Jörg Reichl, den Bürgermeister Rudolstadts.

THW Rudolstadt

Alle anderen Ränge wurden zwischen den zehn Mannschaften nicht ausgespielt, so dass alle Spendenempfänger in den Genuss von jeweils 250 Euro kamen.

In der Gruppe A war das zunächst die Stadtverwaltung Bad Blankenburg, die wie gewohnt mit einer ehrgeizigen jungen Truppe auftrat und nur knapp das Halbfinale verpasste. Ihr Preisgeld ging an den Förderverein der Fürstin Anna-Luisen-Schule e. V.

Stadtverwaltung Bad Blankenburg

Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden, besser bekannt als ZWA, kam zwar zu keinem Sieg, wurden aber zwei Mal nur mit einem Tor Unterschied bezwungen. Geschäftsführer Andreas Stausberg war natürlich wieder mit am Ball. Einziger Torschütze der beiden Treffer war Marc Frühauf. Der ZWA spielte für den Freibadverein Gräfenthal.

ZWA Saalfeld-Rudolstadt

Prominent besetzt war das Landestheater Rudolstadt. Neben Intendant Steffen Mensching gehörte auch Chefdramaturg Michael Kliefert zum Team, im dem ausschließlich jetzige und ehemalige Mitarbeiter kickten und in dem die Dramaturgin Katharina Winter das erste Tor eine Frau überhaupt in den 22 Jahren schoss. Die Theatercrew hatte auch den lautstärksten Anhang hinter sich, der jede gelungene Aktion bejubelte, auch den Pfostenschuss von Steffen Mensching. Immerhin ein Sieg und ein Unentschieden waren die Ausbeute. Darüber hinaus hatte man mit Michael Seller den „Besten Torwart“ in seinen Reihen. 250 Euro nahm Dr. Hartmut Franz, der Schatzmeister im Vorstand des Theaterfördervereins natürlich gern entgegen. Trikots musste man übrigens nicht extra kaufen. Die holte man aus dem Fundus aus dem Erfolgsstück „Der Aufstieg der Amateure“.

Theater Rudolstadt

In der Gruppe B spielte die Stadtverwaltung Rudolstadt für die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Kreisvereinigung Saalfeld-Rudolstadt e. V. Ausschließlich Mitarbeiter der Behörde liefen auf. Sie spielten zwar gut, verpassten aber einige Chancen. Immerhin blieb die Genugtuung, den späteren Turnierzweiten in einer torreichen Partie mit 4:3 besiegt zu haben.

Stadtverwaltung Rudolstadt

Auch das Finanzamt Pößneck hatte das Tierheim Jena e. V. als Paten. Es stützte sich fast ausschließlich auf Kollegen aus dem Amt. Mit einem 3:1 gestartet, verlor man dann aber die nächsten drei Partien.

Finanzamt Pößneck

Das Ärzteteam der Thüringenklinik war auch diesmal dem Halbfinale ganz nahe. Nach zwei Siegen kassierte man jedoch in den Vergleichen mit dem Landratsamt und der Landespolizeiinspektion zu viele Tore. Die konnte man am Ende nicht mehr wettmachen und so blieb nur der etwas undankbare 3. Vorrundenplatz für die Mediziner. Sie hatten in Felix Gaube den zweitbesten Torschützen (5). Ihr Preisgeld ging an die Jenaer Tafel.

Ärzteteam der Thüringenklinik

Das 22. Benefizturnier erhielt durch die Anwesenheit von Ministerpräsident Bodo Ramelow noch eine zusätzliche Aufwertung. Er würdigte die Veranstaltung als eine besondere und lobte die Genossenschaftsbank für ihr Engagement. Es sei eine Veranstaltung in der Region für die Region, sagte der Ministerpräsident. Er stellte sich auch einem kurzen Interview mit dem Moderator und war dann bei der Siegerehrung zugegen.

Für einen Farbtupfer sorgte einmal mehr das Thüringer Folkloretanzensemble mit drei modernen Tänzen. Nur wenig Arbeit hatten in einem fairen Turnier die Schiedsrichter Reinhard Häuser und Detlef Scholz. In seinem Schlusswort dankte Volksbank-Vorstand und Turnierinitiator Willi Obitz allen Helfern und Organisatoren für ihre Arbeit und sprach von einem gelungenen Benefizturnier, das sich würdig in alle 21 Veranstaltungen zuvor eingereiht habe.

(Text von Hartmut Gerlach)